Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren

   25.01.17 11:48
    Mein Schatz ich wünsche
   25.01.17 11:48
    Mein Schatz ich wünsche
   26.01.17 19:56
    Meine Süsse, das ist ja
   31.01.17 09:37
    deine sprache ist einfac
   31.01.17 09:41
    schon beim lesen rieche
   1.02.17 07:07
    Guten Morgen, es macht

http://myblog.de/onepotlife

Gratis bloggen bei
myblog.de





Frühlingsgedanken❤❤❤

Erste grooooße Liebe!!! Wie war das eigentlich? Und was für eine Rolle spielt das für unser weiteres Leben?

Ich kann mich noch sehr gut an mein erste, groooße Liebe erinnern. Er war ein wenig älter als ich, ein wenig kleiner und hatte die grünsten Augen und die sinnlichsten Lippen die ich je gesehen hatte. Außerdem war er einer von den "Bösen"! Er hing ab, schwänzte die Schule, klaute sogar den Opferstock aus der Kirche und war in meiner Heimatstadt mehr als verrufen.
Für die Achziger genau das Richtige! Wir liefen alle mit Netzhemden, Federohringen und Funkyjeans (selbstgefärbt, was unsere Mütter in ewige Verzweiflung stürzte, da entweder die Badewanne oder die Waschmaschine versaut war!) und Nietengürteln herum, hörten Madonna, Ideal und schwammen auf der "Neuen, deutschen Welle"! Meine Mutter war zu meiner Pubertät ziemlich viel Ärgerliches aber sie war zu keinem Zeitpunkt voreingenommen. Egal was für Schlitzohren meine Freunde auf der Straße waren, solange sie sich bei Muttern benahmen, waren sie herzlich willkommen!
Meine erste große Liebe.........ich habe geschwärmt, geträumt...irgendwann geknutscht (Ich sag nur Flaschendrehen) und auch mehr. Aber irgendwie war es eben unterm Strich doch eher Freundschaft. Ja, und so verliebte sich meine große Liebe in meine beste Freundin und ging mit ihr, und später schwängerte er eine andere Freundin von mir und heiratete sie.
Sicher, ich kann mich erinnern, das ich darüber in ein tiefes, schwarzes Loch fiel und mein Selbstwertgefühl einen dicken Knackser erlitt. War ich vielleicht nicht hübsch, dünn, sexy, reich genug??????????? War ich vielleicht nicht genug????? Was es auch war......heute weiß ich, das es vor allem gut - GUT!!!! - war! Denn als ich ihn vor ein paar Jahren mit schütterem Haar, dickem Spießerauto und Spiegelbrille im Anzug plötzlich aus dem Nichts auftauchen sah, und er mir erzählte, das seine Töchter jetzt schon groß sind und er gern mit seiner Frau Urlaub macht, in der Türkei und so, ja und das die Geschäfte gut laufen, da musste ich mich dannach erstmal heftig schütteln und der Göttin danken, das dieser Kelch an mir vorrüber gegangen war!!!!!!!!!!! Wie würde unsere Sechzehnjährige sagen??? " Das ist so garnicht meins!"

Und nach ihm gab es dann die anderen.....mal machte ich Schluß, mal er, und iim Nachhinein tut es mir für manches Mal leid, jemandem weh getan zu haben, mit dem ich wohl bewußt nur gespielt hatte.

Ja die Liebe.....und dann stolpert man doch wieder über jemanden und steht nochmal in Flammen.........

Aber es geschieht im Leben nicht wirklich oft, und das sagt leider niemand einem pubertärenden, hormonstrotzenden Wesen! Sich wirklich tief zu verlieben und tatsächlich eine Beziehung zu leben, ist ein Geschenk.
In meinem wilden Leben ist mir das nur dreimal passiert.

Der eine repariert gerade wahlweise unser Dach, unseren Keller und baut neue Zimmer. Ich war Achtzehn, er Sechzehn, und wir waren 3 Jahre zusammen. Was blieb übrig? Tiefe Freundschaft, die sich auch nach vielen Jahren der Funkstille wieder aktivieren ließ. Für mich der beste Freund und alleebeste Zimmermann!

Der Andere war ein Förster der mich sitzen ließ, als ich ihn 2 Jahre durchs Studium geschleppt, bekocht und bemuttert hatte. Weiß der Himmel wo der jetzt abgeblieben ist. Na ja, als Vegetarierin hätte ich mit dem eh nur Probleme.

Ja und der Dritte im Bunde war und ist die Liebe meines Lebens. Der, der all die Verletzungen seiner Vorgänger heilte, neue Wege mit mir beschritt, und mich nun schon fast die Hälfte meines bisherigen Lebens begleitet. Er ist der Vater meiner Kinder und die warme Schulter in der Nacht. Er konnte jeder Zeit neben mir bestehen ohne mich klein zu machen .... er hat mir soviel Leben geschenkt, soviele Türen geöffnet, durch die wir dann mal neben, mal hintereinander durch gingen.

Im Nachhinein waren alle anderen Erlebnisse nur ein Vorspiel, eine Schule für die eine, große und wahrhaftige Liebe.
Ja, und was sag ich meinen Töchtern, wenn sie das erste Mal das tiefe Tal, das heulende Elend des Liebeskummers durchschreiten?
Vielleicht gebe ich ihnen dies zu lesen, und kaufe noch eine Maxipackung "Dickmänner" und Tempos und kitschige Plüscheinhörner und nehme sie einfach fest in den Arm! Wahrscheinlich mache ich mich unbeliebt, wenn ich dann sage: "Ach Kleines, das geht vorbei und der hat dich eh nicht verdient!" Na dann mach ich es eben mit einem Lied der Ärzte wieder gut: "Eines Tages werd ich mich rächen.....ich werd die Herzen aller Buben brechen.....dann bin ich ein Star...der in der Zeitung steht...und dann tut es dir leid....doch dann ist es zu späääääätttttt!




Achtung! Vorfrühlingstag.....LOVE IS IN THE AIR
1.2.17 19:17


Werbung


Aus Eins mach Zwei, endlich Fortsetzung!

Wo war ich stehen geblieben? -Ach ja, beim ABER! Ja, auch vor fast vier Jahren gab es viele WENN UND ABER! Da hatte ich nun drei Pferde, Jobs rund um die Uhr und doch dieses große ABER im Herzen: ABER könnte ich den Rössern, meinem Göttergatten und unseren drei Töchtern nicht gerechter werden, indem wir alles unter ein eigenes Dach packen würden?
Die Idee vom eigenen Hof war geboren! Allein die Suche gestalte sich mehr als schwierig. Nach langem Suchen, wurde immer klarer, dass wir wohl unser, seit zehn Jahren gewohntes Umfeld, Freunde, Nachbarn, Schulen- ja einfach alles hinter uns lassen mussten, um irgendwo im Nirgenswo neu anzufangen. Das war einerseits beängstigend, ABER die Vorstellung verursachte auch ein Kribbeln im Bauch! Neuanfang, A B E N T
E U E R- das war genau das Richtige um unser Familien- und Eheleben wieder in Schwung zu bringen! Nicht, das wir ein langweiliger, spießiger Haufen gewesen wären, ABER selbst der bunteste, schrillste Kreisel zieht eben seine ewig gleichen Kreise, bis- ja bis alles eine andere Richtung nimmt.
Wir zogen also gen Westen....zumindest was die Himmelsrichtung betraf! Zwar nur fünfzig Kilometer von unserer bisherigen Heimatkleinstadt entfernt aber auf Grund des gerade mal Hundertneunzigseelendorfes und der tief ländlichen Idylle eben doch irgendwo ins Nirgendwo.
Unser neues Dach für alle?
Ein Bauernhof von Anfang 1800, mit riesiger Scheune, Anbau, ehemaligem Wirtschaftsgebäude (na ja, vielleicht auch nur Ziegenstall mit angebautem Holzschuppen), Bauerngarten, Apfelbäumen und der Möglichkeit aus einer angebauten Scheune, bis an die Decke mit Holz gefüllt, einen passabelen Offenstall zu bauen! Gesagt- getan! Alle Familienmitglieder krempelten die Ärmel nach oben und schleppten, bauten, stapelten, räumten, verpackten, packten aus und räumten ein- rund um die Uhr! Adrenalingeschwängert durch die abenteuerliche Siedleridylle, durch den Reiz des Neuen, durch die Freude über die Ursprüngluchkeit des Landlebens setzten wir alle unglaubliche Energien frei. Nach nur zwei Wochen bezogen die Pferde ihr noch verbesserungsfähiges aber immerhin eigenes Offenstallgelände, wir Menschen unsere Räumlichkeiten, der Schulalltag brachte Normalität und neue Freunde, die Hündin fand ihren Korb im Hausflur und unsere Seelen ihre neue Heimat. Es wurde Winter und das neue Jahr ließ das anfängliche Chaos langsam in seine geregelten Bahnen gleiten! Ich genoss die Pferde, die Entschleunigung ganz ohne Nebenjobtermindruck, schippte Schnee, heizte den Grundofen, kochte auf dem Küchenofen, schaute den Hefezöpfen beim Gehen zu, kochte mächtige, deftige Bauerneintöpfe und freute mich des Lebens! Um für Heu, Stroh und Sonstiges beizusteuern, fand ich nebenbei einen lukrativen Job als Sevicekraft in einem immer überfüllten Landgasthof um die Ecke! Es war ein warmer, trockener Winter mit viel Sonne und Groß und Klein waren geradezu kitschig zufrieden in diesem Postkartendorfidyll geborgen. Irgendwann, als ich Anfang Februar im frühmorgenlichen Sonnenlicht meinem Seelenpferd das Winterfell in absoluter Ruhe ausbürstete, fiel mir auf, wie beschaulich mein Leben endlich mit drei schulpflichtigen Weibern, die erst um 14.30 Uhr mit dem sparsam fahrenden Schulbus zum Essen kamen und mit einem Mann, der erst spät abends ans Feuer kommt, und mit der Aussicht auf einem angenehmen Nebenjob, war. Jetzt mit knapp Fünfundvierzig im absoluten Nirwana angekommen- Zeit für mich!
Ich wußte in meiner Naivität noch nicht, dass das Universum seine Pläne fern von unserer selbstgefälligen, eingebildeten Selbstbestimmtheit schmiedet!!!! Einen noch beschaulichen Augenblick später hatte ich die frühere Sachbearbeiterin vom Jugendamt des vorigen Wohnortes am Telefon, die meine Handynummer von einer Homepage aus unserem früheren Leben recherchiert hatte und nun aufgeregt räuspernd um Asyl
für einen Vierjährigen nachfragte! Nun ja, jetzt mit Hof und so hätten wir ja vielleicht genug Platz, und einige Zeit sei ja auch ins Land gegangen seit dem letzten Pflegekind und überhaupt....
Ich wäre nicht ich und wir wären nicht wir, wenn dieser kleine Kerl nach einer kurzen Familienküchentischberatung keinen Platz bei uns gefunden hätte! Und so wurde ich im Februar vor drei Jahren noch mal Mutter, obwohl ich genau das nie wollte! Meine Mutter hatte mich mit Dreiundvierzig bekommen (sie ging zum Arzt wegen einer angeblichen Nierenbeckenentzündung) und so als Nachzügler fand ich meine Kindheit nicht immer spannend- und sie das späte Muttersein nach vier bereits verheirateten Kindern, wohl auch nicht. ABER LEBEN FINDET STATT WÄHREND WIR NOCH PLANEN! Außerdem sollte uns der Blondschopf unter Umständen im April wieder verlassen! Schnell hatten sich alle wieder in ihre Rollen als Kindikindmutti, große Schwester, Bubenpapa und Großfamilie eingelebt und auch unser Neuzugang lebte sich langsam ein. Natürlich musste Platz geschaffen, Zimmer getauscht, Möbel gerückt werden, aber wir waren ja noch in Übung vom Umzug!
Daraus folgend musste das hiesige Jugendamt von der landkreisübergreifenden Belegung in Kenntnis gesetzt werden. Zack- das Universum schlug abermals zu! Anfang April, kurz vor dem möglichen Ende des ersten Pflegeverhältnisses klingelte abermals das Telefon!
Eine sympatische Sachbearbeiterin fragte vorsichtig nach unserem Ergehen, was unser Pflegling und unser Um- und Ausbau denn so mache ach, und ob ich nicht mal ganz unverbindlich ein sechs Monate altes
Baby anschauen möchte, das als kleines Frühchen noch einen liebevollen Lebensplatz suchen würde! Und wie es der Zufall so will, sei es auch ein Bub, und die Familienchronik würde in der zeitlichen Abfolge ja auch nicht gestört werden, könnte unser Kindikind doch hautnah erfahren, was es bedeutet als früheres Einzelkind einen kleinen Bruder zu bekommen....
Die letzten Worte der netten Dame verwehten im rauschenden Tunnel meines bodenlosen Falls......ich stürzte und stürzte, sah mein Leben, meine beschaulichen Vormittage an mir vorbeiziehen, im Tsunami aus Babyfläschchen, vollen Windeln, Kinditerminen, Abhol- und Bringzeiten hinfortgerissen, in einer Flut aus Babygeschrei, wachen Nächten, grauen Haaren ertrinken! Das Letzte was ich noch erinnere ist das Bild einer alten, ausgemergelten Frau mit rotem Lippenstift und einem Säugling an der faltigen, leeren Brust!!!!
Als ich mich wieder beruhigt hatte und meiner männlichen Herzhälfte von dem Telefonat erzählte, winkte der ab und meinte, das passe überhaupt nicht in unsere Lebensplanung! Schließlich würden wir ja in ca. zehn Jahren aus dem Gröbsten raus sein, der Hof würde dann an die Weiber gehen und wir zwei, ganz allein da Hund und Pferd dann nur noch in unserer Erinnerung lebten, wie früher durch Frankreich streunen, mit unserem alten VW - Bus! Ja, so war der Plan, schließlich sollte auch unser Blondschopf nur bis April bleiben, oder spätestens zur Einschulung hin unser trautes Heim verlassen.
ABER- LEBEN FINDET STATT, WÄHREND WIR NOCH PLANEN!!!
Wenige Tage später mistete ich mit im Tragetuch schlummernden Baby Kleidergröße 56, den Stall aus!

Wer die vorangeganngenen blogs aufmerksam verfolgt hat, weiß, das sowohl unser Zwergi als auch unser mittlerweile Grundschüler feste Mitglieder unserer Großfamilie geworden sind! Die Stelle als Servicekraft bekam eine andere Bewerberin, da ich unverhofft wieder Tag und Nacht alle Hände voll zu tun hatte. Die Zeit für mich, mit mir ganz alleine, ist fast nicht vorhanden und wenn sich doch mal Minuten der Stille ergeben, unsagbar wertvoll! Unser Leben ist in anderen Bahnen verlaufen als geplant....ABER- es hätte nicht reicher, bunter, wilder, schöner, aufregender und sinnvoller werden können- ODER?!?!

Jetzt, wo ich das so lese, unser fünfzehnjähriges Pubertierchen auf dem Sessel neben mir, den dreijährigen Hustinettenbär auf ihrem Schoß, den Eintopf auf dem Herd und den sieben Tellern auf dem Tisch, wird es ganz warm, ganz rot und hell in mir vor Liebe und Lebenslust.....und sicher bin ich mit Siebenundvierzig vielleicht etwas müde durch den Dauereinsatz in der Seuchenstation, aber noch lange nicht ausgemergelt, flachbrüstig und grauhaarig- und schon garnicht alt!!!!!
1.2.17 07:50


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung