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Tauwetter- ohne Wenn und Aber!

Seit gestern Tauwetter!
Sicher fand ich es nicht gesundheitsfördernd, bei minus zwanzig Grad Pferdeapfelgolf zu spielen, Eiswasser aus den Tränken zu schlagen und im Schnee zu versinken oder vom Ostwind tiefgekühlt zu werden- ABER!!!!!
Ja, immer gibts ein ABER! Nie ist Frau zufrieden mit dem Status Quo! Wenn es eiskalt, trocken aber super bezaubernd und herrlich schneeweiß ums Haus ist, wünscht sie sich mehr Wärme und beklagt sich über das anstrengende Eispickelmisten, das Anziehen der Wind- und Wetterschichten und die grippalen, innerfamiliären Ausfallerscheinungen! Also gibts Sonne! Ohhhh wie schöööön- .....ABER! Aber dann taut alles, wird dreckig und schmuddelig, nass und glitschig!
Ja dann wünscht sich Frau Regen....damits reingewaschen wird, weggespült, wie frisch durchgewischt!
ABER Regen ruiniert dreimal täglich beim Abmisten und Füttern die Frisur, sorgt für nasse Füße und weicht die artgerecht im Offenstall gehaltenen Pferde so auf, das diese sich hämisch grinsend jedem Versuch sie zu satteln und zu reiten triefend entziehen. So viel schöner wäre da, wenn es bald trocken, ja vielleicht etwas windig und wärmer werden würde. Da könnte der traurige, vom Winter verlassene und durch die Schmelze entblöste Dreck einfach schnell weggekehrt werden und schon könnte Frau genüsslich durch den Wald traben, auf dem trockenen, winterfellosen Pferd versteht sich. ABER auch nicht zu trocken, nicht das man dann die gewonnene Zeit ins Gießen der Frühblüher stecken muss.
Ach, eigentlich ist ja alles so richtig wie es ist, aber wenn es dann endlich blüht, warm ist, Sommer wird, die Kinder groß sind......
Gedankenverloren und kopflos renne ich über die eisfreien Rasengittersteine, reche wie verrückt die aufgetauten Hinterlassenschaften unserer Pferde von vor der diesjährigen Eiszeit und die traurigen Heu- und Strohresteschlieren in meinen Bollenboy, zerre ihn zur Schubkarre, hiefe den triefenden Mist hinein, zerre und schiebe die dann schnaufend und rutschend über die Eisschollen inmitten des reißenden Schmelzwasserflusses, der eigentlich unser Weg zur Miste ist, um dann mit letzter Kraft alles auf den Haufen zu schütten.
Schweißperlen quellen unter meiner Winterwollmütze hervor und meine Wangen beben heiß und rot im Nieselregen. Erschöpft lehne ich mich an die Schubkarre und für einen Moment verliert sich Zeit und Raum. Aus dieser Entfernung blicke ich auf das von hier blitzblank erscheinende Pferdegelände wärend in meinem Kopf leise Bette Middlers "From a distance" erklingt. Ohne WENN und ABER tauche ich in diesen Abend und sehe meine kleine Welt mit den Augen derer, für die es kein Gestern und kein Morgen, sondern nur ein Hier und Jetzt gibt. Wie die Pferde, die
regungslos im Nieselregen verharren, klatschnass aber, wie ich, mit trockenem, warmen Bauch, lausche ich den Vogelzankereien auf dem noch tot scheinenden Apfelbaum und erblicke die sich in den Schneeresten balgenden Kater. Ich sauge den Geruch des Augenblicks, des wieder erwachenden Lebens tief in meine Seele, das Gemisch aus feuchtem Mist, dampfenden, nassen Pferden, frischem Regen und klarer Frühlingsluft, erstaunt darüber, wie hell dieser Tag jetzt, um 18 Uhr noch ist und darüber, wie schnell die Tage länger werden. Ich betrachte alles ohne Wenn und Aber und bin glücklich und dankbar dieses Leben erleben zu dürfen....genau so!
Lächelnd und mir den Schweiß vom heißen Gesicht wischend schlittere ich summend mit meiner leeren Schubkarre über die verbliebenen Eisschollen durch die Fluten zurück zum Stall. Bei dem Gedanken, das viele meiner Bekannten aus der Stadt in ein paar Wochen wieder maulen werden: "Das Frühjahr kam diesmal wieder viel zu schnell! Zack- schon wars viel zu heiß! Es gibt gar keinen richtigen Übergang mehr!", grinse ich noch zufriedener! "Doch meine Lieben!", werde ich dann denken! Es gab einen sanften und wundervollen Übergang von einem bitterkalten aber traumhaft schönen Winter und der dazugehörigen innerfamiliären Grippeepidemie zu einem immer heller, freundlicher und lebendiger werdenden Frühling- und es begann bereits Anfang Februar! Das allerdings erlebt nur jemand, der ohne Wenn und Aber, bei jeder Witterung und zu jeder Jahres- und Tageszeit tagtäglich draußen sein muss......oder wohl eher DARF!
Pfeifend kehrte ich zu meiner noch immer hustenden und schniefenden Rasselbande zurück um am warmen Kachelofen meine Socken und meine Lachfalten zu trocknen.

Anmerkung: Liebe bibiju, Leserinnen wie Du inspirieren mich mit ihren wohltuenden Kommentaren täglich neu! Danke❤ Dir und allen die reinschauen und spaß dran finden!
31.1.17 19:49
 
Letzte Einträge: Guten Morgen....Lichtblicke aus der Quarantänestation


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Marie / Website (1.2.17 07:07)
Guten Morgen,
es macht wirklich sehr viel Spaß Deine Beiträge zu lesen. Man kann sich da so schön reinversetzen und meint es selbst zu erleben.
Auch wenn ich keinen Pferdestall ausmisten muss, bin ich doch auch sehr gerne draußen und nehme die Natur sehr genau und gewissenhaft wahr. Und ich gebe Dir absolut recht, natürlich gibt es noch den Frühling und der ist für mich mit die schönste Jahreszeit. Gerade wenn alles wieder seinen neuen Anfang nimmt und alles neu erwacht. Und ja, es fängt jetzt im Februar schon bereits an, man muss es eben nur richtig wahrnehmen.
Für Deine Quarantänestation wünsche ich Dir alles Gute und weiterhin gute Nerven! LG, Marie

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